Zahnbehandlung beim Pferd

Zahnbehandlung beim Pferd – direkt in Ihrem Stall

Gesunde Zähne sind die Voraussetzung dafür, dass Ihr Pferd sein Futter gut verwertet und das Gebiss gern annimmt. Pferdezähne schieben ein Leben lang nach und nutzen sich dabei ungleichmäßig ab. So entstehen scharfe Kanten, Haken und Stufen, oft lange unbemerkt.

Unser Tierärzteteam untersucht und behandelt die Zähne Ihres Pferdes im Heimatstall – mit Geräten der Firma Dentalvet und, wenn nötig, mit digitalem Röntgen vor Ort. Sie müssen Ihr Pferd dafür nicht transportieren.

Zahnbehandlung beim Pferd

Woran Sie Zahnprobleme erkennen

Viele Pferde zeigen Zahnprobleme erst spät oder gar nicht. Achten Sie auf diese Anzeichen oder lassen Sie die Zähne Ihres Pferdes regelmäßig von uns kontrollieren:

  • Futter fällt beim Kauen aus dem Maul, gekautes Heu wird als Röllchen fallen gelassen („Wickeln“)
  • langsames oder einseitiges Kauen, Kopf beim Fressen schief gehalten
  • Gewichtsverlust trotz ausreichender Fütterung
  • lange Faserstücke oder ganze Körner im Kot
  • Probleme beim Reiten: Kopfschlagen, Widerstand gegen das Gebiss, einseitige Anlehnung
  • unangenehmer Geruch aus dem Maul
  • einseitiger, übel riechender Nasenausfluss oder eine Schwellung am Kiefer

Speichelt Ihr Pferd plötzlich stark, kann auch das Slobber-Syndrom dahinterstecken. Weil Zahnprobleme oft lange unauffällig bleiben, ist die regelmäßige Kontrolle auch dann sinnvoll, wenn alles in Ordnung scheint.

So läuft die Zahnbehandlung bei uns ab

  1. Vorgespräch und Allgemeinuntersuchung: Wir fragen nach Fütterung, Fressverhalten und Problemen beim Reiten.
  2. Sedierung: Zahnbehandlungen erfolgen bei uns grundsätzlich unter Sedierung. Vorher untersuchen wir Ihr Pferd, insbesondere Herz und Kreislauf, und dosieren individuell und so schonend wie möglich. So bleibt Ihr Pferd entspannt, und wir können auch die hintersten Backenzähne gründlich beurteilen.
  3. Untersuchung der Maulhöhle: Mit Maulgatter, Speziallampe, Zahnspiegel und bei Bedarf Endoskop prüfen wir jeden Zahn, das Zahnfleisch und die Zunge.
  4. Behandlung: Mit dem elektrischen Gerät schleifen wir scharfe Kanten, Haken und Stufen gezielt ab. Ziel ist eine gleichmäßige Kaufläche, nicht ein glattes Abschleifen.
  5. Befund und Empfehlung: Wir erklären Ihnen den Befund, dokumentieren ihn im Zahnpass Ihres Pferdes und empfehlen den Termin für die nächste Kontrolle.

Wie Sie den Behandlungsplatz vorbereiten (Stromanschluss, Aufhängemöglichkeit, Hilfsperson), steht im Merkblatt zur Zahnbehandlung.

Die Behandlung dauert je nach Zahnstatus des Pferdes in der Regel 30 bis 60 Minuten. Danach sollte Ihr Pferd erst wieder fressen, wenn die Sedierung abgeklungen ist, meist nach höchstens 2 Stunden.

Röntgen der Zähne – wenn der Blick ins Maul nicht reicht

Manche Probleme sind im Maul nicht zu sehen: Entzündungen an den Zahnwurzeln, Brüche unterhalb des Zahnfleischs oder Veränderungen an den Schneidezähnen älterer Pferde. Mit unserem mobilen digitalen Röntgengerät röntgen wir die Zähne direkt im Stall, die Bilder sehen wir sofort.

Wir röntgen zum Beispiel:

  • nach Verletzungen am Kopf, z. B. durch Schläge
  • bei einseitigem Nasenausfluss
  • bei Verdacht auf eine Zahnbalgzyste oder einen Kieferbruch
  • bei Zähnen, die in der Zahnkontrolle auffallen
  • bei plötzlicher Kopfschiefhaltung oder plötzlicher Widersetzlichkeit gegen das Gebiss
  • bei Zahnfehlstellungen oder Verdacht auf EOTRH

Junge Pferde, Sportpferde, Senioren

Je nach Alter und Nutzung achten wir auf unterschiedliche Dinge:

  • Junge Pferde (ca. 2–5 Jahre): Zahnwechsel – Milchzahnkappen, die nicht von selbst abfallen; Wolfszähne, wenn sie vor dem Anreiten stören
  • Reit- und Sportpferde: scharfe Kanten an den Backenzähnen, die Wange und Zunge verletzen; guter Sitz des Gebisses
  • Senioren (ab ca. 15 Jahren): lockere Zähne, Lücken mit eingeklemmtem Futter, Veränderungen an den Schneidezähnen (EOTRH); Beratung zur Fütterung

Wie oft zur Zahnkontrolle?

Wir empfehlen für erwachsene Pferde eine Zahnkontrolle einmal im Jahr. Junge Pferde im Zahnwechsel und Senioren sehen wir besser alle sechs Monate, weil sich bei ihnen schneller etwas verändert.

Praktisch: Die Zahnkontrolle lässt sich gut mit der jährlichen Impfung oder anderen Terminen verbinden.

Tierarzt oder Pferdedentalpraktiker?

Zahnbehandlungen bieten neben Tierärzten auch Pferdedentalpraktiker an. Bei uns behandelt immer eine Tierärztin. Das hat drei Vorteile:

  • Sedierung: Beruhigungsmittel für Pferde sind verschreibungspflichtig, eine Sedierung darf ausschließlich ein Tierarzt durchführen. Er hat bei eventuell auftretenden Unverträglichkeiten auch die nötigen Gegenmittel dabei.
  • Diagnostik und Therapie: Wir können bei Bedarf röntgen, Entzündungen behandeln und Schmerzmittel geben.
  • Ein Termin für mehr: Zahnkontrolle, Impfung oder ein Gesundheitscheck lassen sich bei einem Besuch erledigen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Behandlung?
Meist 30 bis 60 Minuten, beim Entfernen loser Zähne deutlich länger. Dazu kommt die Zeit, bis die Sedierung abgeklungen ist.

Muss mein Pferd sediert werden?
Ja, wir behandeln grundsätzlich unter Sedierung. Sie macht die Behandlung für das Pferd stressfrei und erlaubt eine gründliche Untersuchung bis zu den hintersten Backenzähnen.

Kann Zahnstein entfernt werden?
Ja. Zahnstein bildet sich beim Pferd vor allem an den Hakenzähnen, die meist nur Hengste und Wallache haben. Wir entfernen ihn bei der Behandlung.

Wann darf mein Pferd nach der Behandlung wieder fressen?
Sobald die Sedierung abgeklungen ist, meist nach 1,5 bis 2 Stunden. Bis dahin bitte kein Futter, damit sich Ihr Pferd nicht im Halbschlaf verschluckt. Am Tag der Zahnbehandlung füttern Sie am besten kein Körnerfutter oder Müsli: Manche Pferde müssen sich erst an die neue Zahnstellung gewöhnen und schlucken dieses Futter dann womöglich ohne gründliches Kauen ab. Das kann zu einer Schlundverstopfung führen.

Kommen Sie auch zu mir?
Wir behandeln im Großraum Düsseldorf – von Duisburg, Krefeld und Kempen über Neuss, Mönchengladbach, Viersen und Willich bis Mettmann, Ratingen und Dormagen.

Ihr Pferd steht im Großraum Düsseldorf?

Unser Tierärzteteam kommt zu Ihnen in den Stall – von Duisburg und Krefeld über Neuss und Mönchengladbach bis Mettmann und Dormagen.

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