Zahnbehandlung

Anatomische Besonderheiten beim Pferd:

  • Pferdezähne wachsen im Gegensatz zu menschlichen Zähnen permanent nach bzw. die Krone des Zahnes schiebt sich ständig heraus um beim Kauvorgang abgenutzt zu werden.
  • Der Oberkiefer ist breiter als der Unterkiefer. Deshalb entstehen bereits beim normalen Mahlvorgang am Oberkiefer außen und am Unterkiefer innen scharfe Kanten, sogenannte Haken.

Das Pferdegebiss ist an das ursprüngliche Leben der Wildpferde in der Steppe mit der Aufnahme des harten Steppengrases über viele Stunden des Tages angepasst. Die Pferdehaltung von heute unterscheidet sich meist erheblich von dem ursprünglichen Leben der Wildpferde. Sowohl die Dauer der Futteraufnahme als auch das Futter selber haben sich gewandelt und damit auch die Abnutzung der Zähne. Selbst bei großzügiger Heufütterung nutzen sich die Zähne nicht wie bei der Aufnahme von Steppengras ab.

Dieser Wandel hat es nötig gemacht entstandene Fehlstellungen, scharfe Kanten und überlange Zähne zu korrigieren, bzw. sie gar nicht erst entstehen zu lassen.

Folgen einer schlechten Balance der Zähne und anderer Zahnprobleme wie Karies, Parodontitis und entzündete Zahnwurzeln sind häufig Unrittigkeit und Kieferhöhlenveränderungen, die mit dem Verlust eines Zahnes (meist operativ) einhergehen können. Meist sind die Symptome unspezifisch und da sich Pferde nur schwer mitteilen können, bleiben Zahnschmerzen zunächst oft unerkannt.

Eine regelmäßige Kontrolle des Pferdemauls durch Ihren Tierarzt (zum Beispiel beim Impfen) hilft Probleme frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen.